Allianz zum Ifo-Index:
Aufatmen in der Wirtschaft
Frankfurt/Main (27.8.18) – Unter dem Eindruck einer zumindest vorübergehenden Entspannung im Handelsstreit mit den USA hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August merklich verbessert. Erstmals seit November 2017 legte der ifo Geschäftsklimaindex zu – und das deutlich. Damit steigen die Chancen auf ein solides Wirtschaftswachstum auch in der zweiten Jahreshälfte.
Frankfurt/Main (27.8.18) – Im August stieg der ifo Geschäftsklimaindex um mehr als 2 Punkte. Mit nunmehr 103,8 Punkten liegt er auf dem höchsten Stand seit Februar. Besonders erfreulich ist das kräftige Plus von drei Punkten bei der Erwartungskomponente des Index. So zuversichtlich wie derzeit waren die deutschen Unternehmen seit Jahresbeginn nicht mehr gewesen. Damit wird deutlich, wie sehr die Angst vor einem zunehmenden Protektionismus die Stimmung in der Wirtschaft in den vergangenen Monaten belastet hat. Ende Juli gab es im Handelskonflikt zwischen den USA und der EU dann zumindest vorübergehend Anzeichen einer Entspannung. Diese Entspannung dürfte maßgeblich für die aktuelle Stimmungsaufhellung gewesen sein. Auch ihre aktuelle Geschäftslage schätzen die Unternehmen wieder positiver als zuvor ein. Die entsprechende Komponente des Index legte um einen Punkt auf nunmehr 106,4 Punkte zu.
Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die deutsche Wirtschaft auch in der zweiten Jahreshälfte 2018 solide wachsen wird. Die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des Aufschwungs sind weiterhin sehr gut. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf den privaten Konsum (günstige Beschäftigungs- und Lohnentwicklung) und die Investitionstätigkeit (hohe Kapazitätsauslastung, günstige Finanzierungsbedingungen und relativ geringe Unternehmensverschuldung). Grundvoraussetzung für diese Einschätzung ist aber die Annahme, dass es zu keiner erneuten Eskalation im Handelsstreit mit den USA kommt.
Gregor Eder, Group Economic Research

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