EZB: Arbeitsgruppe zu risikofreien Zinssätzen für das Euro-Währungsgebiet bittet um Feedback zur Umstellung von EONIA auf ESTER sowie zu Methodiken für eine ESTER-basierte Zinsstrukturkurve

Frankfurt/Main (20.12.18) – Die Arbeitsgruppe zu risikofreien Zinssätzen für das Euro-Währungsgebiet, deren Sekretariat von der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt wird, bittet die Marktteilnehmer und alle anderen interessierten Parteien um Stellungnahme zu ihrer technischen Analyse der verfügbaren Möglichkeiten einer Umstellung von Euro Overnight Index Average (EONIA) auf Euro Short-Term Rate (ESTER) sowie zu ihrer Empfehlung bezüglich der bevorzugten Option für diese Umstellung.

Die Arbeitsgruppe ersucht die Marktteilnehmer außerdem um Rückmeldung darüber, wie sie alternative Methodiken für eine ESTER-basierte Zinsstrukturkurve als Rückfalllösung für Kontrakte mit dem EURIBOR als Referenzzins bewerten und wie diese konkret angewendet werden können.

Die Arbeitsgruppe zu risikofreien Zinssätzen für das Euro-Währungsgebiet ist eine von Branchenvertretern geleitete Gruppe, die 2018 von der Europäischen Zentralbank, der belgischen Finanzaufsichtsbehörde (FSMA), der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und der Europäischen Kommission gegründet wurde. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, alternative risikofreie Zinssätze sowie entsprechende Umstellungsmöglichkeiten zu identifizieren und zu empfehlen. Am 13. September 2018 empfahl die Arbeitsgruppe ESTER als neuen risikofreien Euro-Zinssatz. ESTER reflektiert die Kosten für die unbesicherte Euro-Tagesgeldaufnahme im Großkundengeschäft von Banken