Bundesbank: Ergebnisse der Umfrage zum Kreditgeschäft im

Euro-Währungsgebiet – Richtlinien weitgehend unverändert

Frankfurt/Main (23.1.19) – Laut der Umfrage zum Kreditgeschäft im Euro-Währungsgebiet vom Januar 2019 waren die Kreditrichtlinien (d. h. die internen Richtlinien oder Kriterien einer Bank für die Kreditgewährung) für Unternehmenskredite im vierten Quartal 2018 unter dem Strich weitgehend unverändert.

Diesem Ergebnis (per saldo -1 %) im letzten Jahresviertel 2018 ging eine Lockerung (per saldo -6 %) im vorangegangenen Quartal voraus. Dies steht im Einklang mit den Erwartungen der Banken aus der vorherigen Erhebung. Die Richtlinien für Wohnungsbaukredite an private Haushalte blieben ebenfalls im Großen und Ganzen stabil (saldierter Anteil von -1 % nach -2 % bei der letzten Erhebung), und die Richtlinien für die Vergabe von Konsumentenkrediten und sonstigen Krediten an private Haushalte verschärften sich leicht (per saldo 2 % nach zuvor 1 %). In Anbetracht des ausgedehnten Zeitraums, über den sich die Kreditrichtlinien gelockert haben, begünstigen die Kreditvergabebedingungen der Banken das Kreditwachstum auch weiterhin. Der Wettbewerbsdruck trägt nach wie vor zur Lockerung der Kreditrichtlinien sowohl für Unternehmens- als auch für Wohnungsbaukredite bei. Die geringere Risikoeinschätzung hatte hingegen lediglich eine Lockerung der Richtlinien für die Vergabe von Wohnungsbaukrediten zur Folge. Die Refinanzierungskosten sowie bilanzielle Restriktionen der Banken wirkten sich weitgehend neutral auf die Kreditrichtlinien in allen Kreditkategorien aus. Zudem führte die Risikotoleranz der Kreditinstitute zu einer Verschärfung der Kreditvergabe an Unternehmen. Für das erste Quartal 2019 erwarten die Banken eine leichte Straffung der Richtlinien für Unternehmens- underwartet werden. Die Befragung wurde vom 7. Dezember bis zum 28. Dezember 2018 durchgeführt. An der Umfrage nahmen 147 Banken teil. Die Rücklaufquote lag bei 100 %.