EZB und Bank of England aktivieren Devisenswap-Vereinbarung für mögliche Bereitstellung von Euro an britische Banken

Frankfurt/London (6.3.19) – Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England haben beschlossen, eine unbefristete Swap-Vereinbarung zu aktivieren, wodurch die Bank of England in der Lage sein wird, britischen Banken auf wöchentlicher Basis Euro zu leihen. Im Tausch gegen Euro wird die EZB Pfund Sterling von der Bank of England erhalten. Die Aktivierung stellt eine umsichtige und vorsorgliche Maßnahme der Bank of England dar, zusätzliche Flexibilität bei ihrer Liquiditätssicherung zu bieten und unterstützt dadurch die Funktionsweise der Märkte, die Unternehmen und private Haushalte versorgen.

Die Swap-Vereinbarung zwischen der EZB und der Bank of England ist Teil eines Netzes unbefristeter Vereinbarungen mit vier weiteren Zentralbanken, und zwar mit der Bank of Canada, der Bank von Japan, der Federal Reserve und der Schweizerischen Nationalbank. Diese unbefristeten Vereinbarungen wurden im Oktober 2013 getroffen und ersetzten eine Reihe befristeter Swap-Linien. Liquiditätszuführende Vereinbarungen tragen zur globalen Finanzstabilität bei.

Im Rahmen der genannten Vereinbarung wäre das Eurosystem bereit, Banken im Euro-Währungsgebiet bei Bedarf Pfund Sterling zu leihen.

Die EZB wird weiterhin eng mit der Bank of England zusammenarbeiten, um die Marktlage genau zu beobachten und ihre Geschäfte einer ständigen Prüfung zu unterziehen.