Helaba: Mit „spürbarem“ Personalabbau gegen Niedrigzinsen und wachsenden Wettbewerb
Macht gute Miene zum bösen Spiel – Helaba-Vorstandssprecher Herbert Hans Grüntker kündigte einen „spürbaren“ Personalabbau an, will aber Kündigungen vermeiden. Wie das funktioniert? – Wer in den Ruhestand geht, wird nicht ersetzt. Foto: PK
Frankfurt/Main (16.9.19)/PK – Auf Dauerniedrig- und negativzinsen, den wachsenden Wettbewerb und die Regulierungsflut als Folge der Finanzkrise antwortet die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) nun mit einem spürbaren Personalabbau. Ihn kündigte Helaba-Vorstandssprecher Herbert Hans Grüntker am zurückliegenden Wochenende an, ließ aber gleichzeitig offen, wie viele der derzeit rund 6100 Helaba-Mitarbeiter ihren Job verlören. Konkreter wurde Grüntker bei der Organisation des Konzerns. Deren Struktur soll verschlankt werden. Die derzeit 40 Bereiche unterhalb des Vorstandes sollen auf weniger als 20 halbiert werden.
Um Kündigungen zu vermeiden, hofft Helaba-Chef Grüntker unter anderem darauf, daß Mitarbeiter vorzeitig in den Ruhestand gehen und auf diese Weise frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Die FAZ berichtet von einem dreistelligen Stellenabbau. Mit ihm will die Helaba den jahrelangen Trend steigender Verwaltungskosten stoppen.
Die Helaba gehört als öffentlich-rechtliches Haus den Sparkassen in Hessen und Thüringen. Sie hatte es geschafft, aus eigener Kraft, die Folgen der Finanzkrise 2007/2008 zu überwinden und gestärkt aus ihr hervor zu gehen.


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