Hessens Wirtschaft fördert ostafrikanische Betriebe

Wiesbaden (27.10.19) – Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat das Engagement der hessischen Wirtschaft  in Ostafrika gewürdigt:„Nicht nur gemeinnützige Stiftungen, sondern auch Unternehmen und Kammern leisten ihren Beitrag, dass sich die Region sozial und ökonomisch entwickelt und Perspektiven für die Menschen hier entstehen“, sagte er am Sonntag nach der Heimkehr von einer einwöchigen Reise mit einer Wirtschaftsdelegation nach Kenia und Äthiopien.

„Afrikas Staaten brauchen private Investitionen, die Jobs für die wachsende Bevölkerung schaffen“, erläuterte der Minister. „Im Gegenzug bieten viele dieser Staaten eine beeindruckende wirtschaftliche Dynamik. Mit unserer ersten Delegationsreise in diese Region haben wir hessischen Unternehmen und Kammern Gelegenheit gegeben, sich vor Ort und aus erster Hand über Möglichkeiten und spezifische Rahmenbedingungen zu informieren.“

Ein Schwerpunkt der Reise war die Berufsausbildung, da die Rekrutierung qualifizierter lokaler Arbeitskräfte als zentrale Herausforderung für investionswillige Unternehmen gilt. In Kenias Hauptstadt Nairobi besichtigte die Delegation das Eastlands College of Technology, das die Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg und die Handwerkskammer Frankfurt unterstützen. Dort werden Jugendliche für Tätigkeiten in der Bau- und Autobranche trainiert, aber auch Ausbilder ausgebildet, die diese Fertigkeiten weitervermitteln. In Addis Abeba vereinbarten Al-Wazir und der äthiopische Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Abdiwasa Adulahi, dass Hessen Äthiopien beim Aufbau eines Berufsbildungssystems nach westlichem Standard und besonders bei der Ausbildung von Berufsschullehrern unterstützt. Dabei wird unter anderem die Hessische Landesstelle für Technologiefortbildung in Groß-Gerau mitwirken.