BVR: Wachstumsbremse wird spätestens im Frühjahr gelöst

Wegen des sich abzeichnenden und schwächer als erwartet verlaufenden Winterhalbjahrs korrigiert der BVR seine Wachstumseinschätzung für Deutschland 2021 deutlich nach unten. Gegenüber der Sommer-Konjunkturprognose wird der Prognosewert zum Anstieg des preisbereinigten BIP von 5,0 auf 3,2 Prozent vermindert. Der Prognosewert für 2020 wird hingegen merklich aufwärtsrevidiert, von bisher -7,0 auf -5,5 Prozent, da die Entwicklung im Sommerhalbjahr günstiger ausfiel als noch im Sommer gedacht.

Eine zentrale Annahme der BVR-Konjunkturprognose ist, dass die Coronapandemie allmählich abflaut. Im Zuge dessen wird der aktuelle Lockdown in Deutschland ab Februar gelockert. Sollten die Schutzmaßnahmen hingegen bereits im Januar wieder gelockert werden, wäre eine deutlich günstigere gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. In diesem Fall wäre ein BIP-Zuwachs um bis zu 6 Prozent vorstellbar. Sollten die Schutzmaßnahmen dagegen erst deutlich später zurückgefahren werden, könnte es zu einer Stagnation der Wirtschaftsleistung kommen.

Der neue Konjunkturbericht des BVR ist im Internet unter www.bvr.de, Publikationen, Volkswirtschaft abrufbar.