Fresenius:
„Mit neuer Strategie und klarem Fokus“
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Absicht der Entkonsolidierung von Fresenius Medical Care durch Umwandlung der Rechtsform von FMC in eine Aktiengesellschaft
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Fokus auf die operativen Gesellschaften Fresenius Kabi und Fresenius Helios
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Aktives Portfoliomanagement für Vermögenswerte, bei denen Fresenius nicht über den besten Besitz verfügt
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Neuer, strengerer Fresenius-Finanzrahmen mit ambitionierten Segmentmargenbändern
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~1 Mrd. € jährliche strukturelle Produktivitätsverbesserung bis 2025
1 Vor Sondereinflüssen Q1/22 nach Neubewertung angepasst Humacyte-Investition
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen
von Ivenix und mAbxience Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Überleitungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Bad Homburg (21.2.23) – Fresenius geht mit einer vereinfachten Struktur, einer schärferen Fokussierung und einer Beschleunigung der Performance voran. Durch die geplante Entkonsolidierung von Fresenius Medical Care wird das Unternehmen seine Governance und Konzernstruktur vereinfachen. Das Unternehmen wird einen klaren Fokus auf die Therapie legen, um die Patientenversorgung über die drei Plattformen (Bio)Pharma, MedTech und Care Provision hinweg voranzutreiben. Programme zur Steigerung der Profitabilität und für ein aktives Portfoliomanagement. Fresenius wird das Tempo der jährlichen strukturellen Produktivitätsverbesserung bis 1 auf rund 2025 Milliarde Euro erhöhen.
Entkonsolidierung von Fresenius Medical Care beabsichtigt
Das Unternehmen plant, Fresenius Medical Care durch Umwandlung der Rechtsform von Fresenius Medical Care in eine deutsche Aktiengesellschaft zu entkonsolidieren. Vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmung der Aktionäre und der Eintragung ins Handelsregister wird die Umwandlung voraussichtlich spätestens zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wirksam werden. Zu diesem Zweck wird voraussichtlich im Juli eine außerordentliche Hauptversammlung von Fresenius Medical Care stattfinden, um über den Vorschlag zur Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft („AG“) zu entscheiden. Nach dem geplanten Formwechsel wird Fresenius Medical Care nicht mehr Teil der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften von Fresenius sein. Fresenius wird weiterhin 32 Prozent am Grundkapital von Fresenius Medical Care halten.
„Nach reiflicher Überlegung und sehr konstruktiven Gesprächen mit den wesentlichen Stakeholdern des Konzerns sind wir zuversichtlich, dass die geplante Entkonsolidierung von Fresenius Medical Care der beste Weg zum Nutzen beider Unternehmen ist“, sagte Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius SE. „Durch die Umwandlung von Fresenius Medical Care in die Rechtsform einer AG gewinnen beide Unternehmen an Flexibilität und können ihre strategischen Prioritäten besser vorantreiben. sich bestmöglich für die Zukunft aufzustellen. Michael Sen und sein Management-Team, die diese neue Unternehmensstruktur entwickelt haben, werden Fresenius zurück zu operativer Stärke und nachhaltigem Wachstum führen. Ich bin überzeugt, dass Helen Giza mit der neuen Struktur das volle Potenzial von Fresenius Medical Care ausschöpfen kann, an dem wir weiterhin maßgeblich beteiligt sind.“
„Dies ist ein Wendepunkt für Fresenius“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Fresenius SE, Michael Sen. „Ich freue mich, dass unser Ankeraktionär, die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, unsere Pläne unterstützt und danke ihnen für ihr Vertrauen. Von der neuen Struktur werden beide Unternehmen stark profitieren: Fresenius Medical Care braucht einen operativen Turnaround, um seine Leistung zu verbessern und sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Fresenius muss seine komplexen Unternehmensstrukturen vereinfachen und sich zu seinen operativen Gesellschaften und zur Maximierung des Werts seiner Investitionen bekennen.“
„Die Vereinfachung unserer Governance-Struktur ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Optionalität für eine erfolgreiche Zukunft von Fresenius Medical Care“, sagte Helen Giza, Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care. „Die neue Rechtsform wird uns die Flexibilität und Autonomie geben, alle unsere Anstrengungen darauf zu konzentrieren, Wert als führendes Nierenpflegeunternehmen zu schaffen.“
Fokus auf die operativen Gesellschaften Fresenius Kabi und Fresenius Helios
Die operativen Gesellschaften Fresenius Kabi und Fresenius Helios stehen im Mittelpunkt der Ambitionen des Konzerns unter #FutureFresenius. Beide sind auf signifikante Wertschöpfung ausgerichtet und bedienen systemkritische Bereiche des Gesundheitswesens. Aufbauend auf einem robusten globalen Generikageschäft wird Fresenius Kabi entlang der Wachstumsvektoren Nutrition, Biopharma und MedTech expandieren. Helios Deutschland und Quirónsalud sind bereits die führenden privaten Krankenhausanbieter in Deutschland und Spanien und betreuen jährlich mehr als 24 Millionen Patienten. Fresenius Helios will seine Marktposition nutzen, um Branchentrends rund um Digitalisierung und integrierte Versorgung aktiv mitzugestalten.
Für die Beteiligungsgesellschaften Fresenius Medical Care und Fresenius Vamed wird ein starker Fokus auf aktives finanzielles Wertmanagement gelegt. Konzernweit werden die Verfeinerung des Betriebsmodells des Unternehmens und die Weiterentwicklung der ESG-Agenda und Roadmap für die besten Patienten zentrale Elemente auf dem weiteren Weg in Richtung #FutureFresenius sein.
~1 Mrd. € jährliche strukturelle Produktivitätsverbesserung bis 2025
Die strukturellen Produktivitätsverbesserungen schreiten voran. Das neue Ziel ist es, bis 1 jährliche strukturelle Kosteneinsparungen von rund 2025 Mrd. € auf EBIT-Ebene zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, führt Fresenius gezielte Programme in allen Unternehmensbereichen und im Corporate Center durch, die den Konzern steuern und steuern. Wesentliche Elemente sind Maßnahmen zur Optimierung von Beschaffungs-, Prozess-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten.
Dank seines Kosten- und Effizienzprogramms hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 152 bereits Einsparungen nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von 2022 Mio. € realisiert, denen Einmalkosten in Höhe von 260 Mio. € gegenüberstanden. Entsprechend der bisherigen Praxis werden diese Aufwendungen als Sondereinflüsse klassifiziert.
Fresenius Medical Care hat das Einsparziel für sein FME25-Transformationsprogramm von 500 Mio € auf 650 Mio € bis 2025 angehoben und erwartet nun Investitionen von bis zu 650 Mio € im gleichen Zeitraum1. Bis Ende 2022 erzielte Fresenius Medical Care nachhaltige Einsparungen im Rahmen des FME131-Programms in Höhe von 25 Mio € (auf EBIT-Ebene) und übertraf damit das ursprüngliche Ziel von 40 bis 70 Mio € für den gleichen Zeitraum.
1 Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm werden als Sonderposten behandelt
Neuer, strengerer Fresenius-Finanzrahmen
Um die Leistung zu ermöglichen und zu beschleunigen, hat der Vorstand einen neuen, strengeren Fresenius-Finanzrahmen aufgelegt. Das Rahmenwerk legt ambitionierte EBIT-Margenbänder für die Segmente fest. Sie dienen als Maßstab bei der Überprüfung von Unternehmen, der Leistungsmessung und der Planung für die Zukunft.
Auf Konzernebene wird Fresenius seine künftige Performance unter anderem anhand der Rendite auf das investierte Kapital (ROIC), eines Zielbandes für den Verschuldungsgrad und der Cash Conversion Rate (CCR) messen.
Neue progressive Dividendenpolitik – Stabile Dividende vorgeschlagen
Mit dem neuen Fresenius-Finanzrahmen will Fresenius attraktive und planbare Dividendenrenditen erwirtschaften. Im Einklang mit seiner neuen progressiven Dividendenpolitik strebt das Unternehmen eine Erhöhung der Dividende entsprechend dem währungsbereinigten Ergebnis je Aktie an.1 Wachstum, aber zumindest die Dividende auf Vorjahresniveau halten. Daher wird der Vorstand von Fresenius dem Aufsichtsrat für das GJ/0 eine stabile Dividende auf Vorjahresniveau von 92,22 € je Aktie vorschlagen (GJ/21: 0,92 €).
1 Vor Sondereinflüssen
Leitlinien für das GJ/23
Fresenius erwartet für 2023 organischen Konzernumsatz1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu wachsen. Konzern-EBIT währungsbereinigt2 wird voraussichtlich weitgehend unverändert bleiben oder bis zu einem hohen einstelligen Prozentsatz zurückgehen.
Ohne währungsbereinigtes EBIT von Fresenius Medical Care3 wird voraussichtlich weitgehend unverändert bleiben oder bis zu einem mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
Fresenius erwartet Nettoverschuldung/EBITDA4 Verhältnis soll bis Ende 2022 leicht über dem Niveau von 2023 liegen (31. Dezember 2022: 3,65x5), abhängig von den Veräußerungsaktivitäten. Der selbst gesetzte Zielkorridor für die Leverage Ratio liegt unverändert bei 3,0x bis 3,5x.
Annahmen für die Prognose GJ/23
Für das Jahr 2023 geht Fresenius nicht davon aus, dass die geopolitischen Spannungen und Herausforderungen durch COVID-19 weiter eskalieren und die Lieferkettenbeschränkungen weiter nachlassen. Fresenius geht davon aus, dass sich die allgemeine Kosteninflation und der Arbeitskräftemangel stärker negativ auf das Geschäft auswirken werden als im Jahr 2022. Dies ist darauf zurückzuführen, dass H2/2022 im Vergleich zu H1/2022 stärkeren Gegenwind zeigte. Fresenius erwartet daher einen deutlichen Annualisierungseffekt.
Fresenius wird die möglichen weiteren Folgen der insgesamt erhöhten Volatilität und der gedämpften Visibilität, einschließlich der Bilanzbewertungen, weiterhin genau beobachten.
Für den Beitrag von Fresenius Medical Care zu den Finanzkennzahlen des Konzerns sind die Annahmen für die Prognose von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 23 in vollem Umfang auch auf die Prognose des Fresenius-Konzerns für das Geschäftsjahr 23 übertragbar. Im Jahr 2022 wurde das EBIT von Fresenius Medical Care durch 277 Mio € aus Provider-Relief-Mitteln der US-Regierung (in aktueller Währung) unterstützt. Für 2023 ist keine zusätzliche staatliche Unterstützung vorgesehen.
All diese Annahmen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
1 Basis GJ/22: 40.840 Mio €
2 Basis GJ/22: 3.727 Mio €, vor Sondereinflüssen, exkl.PRF; GJ/23: vor Sondereinflüssen
3 Basis GJ/22: 2.187 Mio € vor Sondereinflüssen; GJ/23: vor Sondereinflüssen
4 Zu LTM-Durchschnittswechselkursen sowohl für die Nettoverschuldung als auch für das EBITDA; Pro-forma-abgeschlossene Akquisitionen/Devestitionen;
ohne weitere potenzielle Akquisitionen; vor Sonderposten; einschließlich Leasingverbindlichkeiten
5 Zu LTM-Durchschnittswechselkursen sowohl für die Nettoverschuldung als auch für das EBITDA; Pro-forma-abgeschlossene Akquisitionen/Devestitionen;
vor Sonderposten; einschließlich Leasingverbindlichkeiten
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Umsatzsteigerung von 4 % währungsbereinigt
Gruppe Einnahme stieg um 7 % (währungsbereinigt 4 %) auf 10.643 Mio € (Q4/21: 9.966 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Devestitionen trugen netto 1% zum Wachstum bei. Währungsumrechnungseffekte steigerten das Umsatzwachstum um 3%. Ohne geschätzte COVID-19-Auswirkungen1hätte das währungsbereinigte Umsatzwachstum des Konzerns 4 % bis 5 % betragen (Q4/21: 5 % bis 6 %).
Im GJ/22 stieg der Konzernumsatz um 9 % (währungsbereinigt 4 %) auf 40.840 Mio € (GJ/21: 37.520 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Devestitionen trugen netto 1% zum Wachstum bei. Währungsumrechnungseffekte steigerten das Umsatzwachstum um 5%. Ohne geschätzte COVID-19-Auswirkungen1hätte das währungsbereinigte Umsatzwachstum des Konzerns 4 % bis 5 % betragen (GJ/21: 5 % bis 6 %).
16% Reingewinn2,3,4 Währungsbereinigter Rückgang
Gruppe EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 2 % (-7 % währungsbereinigt) auf 1.802 Mio € (Q4/212: 1.846 Mio €). Das berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.513 Mio € (Q4/21: 1.868 Mio €).
Im GJ/22, Gruppe EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 1 % (-6 % währungsbereinigt) auf 6.808 Mio € (GJ/212: 6.854 Mio €). Das berichtete Konzern-EBITDA betrug 6.294 Mio € (FY/21: 6.825 Mio €).
Gruppe EBIT (EBIT) vor Sondereinflüssen sank um 10 % (-14 % währungsbereinigt) auf 1.052 Mio € (Q4/212: 1.166 Mio €). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die anhaltende Inflation zurückzuführen, die zu Kostensteigerungen bei Personalkosten, Materialpreisen, Logistik und Energiekosten sowie negativen Einmaleffekten bei Fresenius Vamed und Fresenius Kabi führte. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 9,9% (Q4/212: 11.7%). Das berichtete Konzern-EBIT betrug 687 Mio € (Q4/21: 1.123 Mio €).
Im GJ/22, Gruppe EBIT (EBIT) vor Sondereinflüssen sank um 6 % (-11 % währungsbereinigt) auf 4.004 Mio € (GJ/212: 4.252 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 9,8% (GJ/212: 11.3%). Das berichtete Konzern-EBIT betrug 3.321 Mio € (GJ/21: 4.158 Mio €).
1 Für geschätzte COVID-19-Auswirkungen siehe Tabelle auf Seite 20 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Gruppe Nettozinsen vor Sondereinflüssen -157 Mio € (Q4/211: -120 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Finanzierungstätigkeit, steigenden Zinsen und Währungseffekten. Das ausgewiesene Zinsergebnis des Konzerns betrug -132 Mio € (Q4/21: -122 Mio €). Im GJ/22 betrug das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen -533 Mio € (GJ/211: -504 Mio €). Das ausgewiesene Zinsergebnis des Konzerns betrug -507 Mio € (GJ/21: -506 Mio €).
Gruppe Steuersatz vor Sondereinflüssen lag bei 24,4 % (Q4/21: 23,2 %), was im Wesentlichen auf einen Anstieg des anteiligen Anteils der nicht steuerlich abzugsfähigen Aufwendungen am zu versteuernden Ergebnis sowie steuerrechtliche Änderungen bei Fresenius Medical Care zurückzuführen ist. Gemeldete Gruppe Steuersatz lag bei 27,4 % (Q4/21: 24,2 %). Im GJ/22 betrug die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten 23,7% (GJ/211: 22,6%), während die ausgewiesene Konzernsteuerquote 24,8% (GJ/2021: 22,8%) betrug.
Nicht beherrschende Anteile vor Sondereinflüssen -232 Mio € (Q4/211: -282 Mio €), davon entfielen 97 % auf die nicht beherrschenden Anteile an Fresenius Medical Care. Die ausgewiesenen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betrugen -148 Mio € (Q4/21: -260 Mio €). Im GJ/22 Nicht beherrschende Anteile vor Sondereinflüssen betrug -918 Mio € (GJ/211: -1.033 Mio €), wovon 91 % auf die nicht beherrschenden Anteile an Fresenius Medical Care entfielen. Die ausgewiesenen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter beliefen sich auf -745 Mio € (GJ/21: -1.001 Mio €).
Gruppe Nettoeinkommen2 vor Sondereinflüssen sank um 15 % (-19 %/-16 % währungsbereinigt) auf 445 Mio € (Q4/211: 521 Mio €). Der Rückgang ist auf das herausfordernde makroökonomische Umfeld mit erhöhten Unsicherheiten, allgemeiner Kosteninflation, Personalmangel, Störungen in Lieferketten und gestiegenen Energiekosten zurückzuführen. Darüber hinaus belasteten steigende Zinskosten und negative Einmaleffekte bei Fresenius Vamed und Fresenius Kabi sowie eine höhere Steuerquote die Ergebnisentwicklung. Ohne geschätzte COVID-19-Auswirkungen4, Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen lag währungsbereinigt bei -19 % bis -15 % (Q4/21: 3 % bis 7 %). Berichtetes Konzernergebnis2 sank auf 255 Mio € (Q4/21: 499 Mio €).
Im GJ/22, Gruppe Nettoeinkommen2 vor Sondereinflüssen um 7% gesunken (-12%/-10%)3 währungsbereinigt) auf 1.729 Mio € (GJ/211: 1.867 Mio €). Ohne geschätzte COVID-19-Auswirkungen4, Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen lag währungsbereinigt bei -16 % bis -12 % (FY/21: 6 % bis 10 %). Berichtetes Konzernergebnis2 sank auf 1.372 Mio € (GJ/21: 1.818 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
4 Für geschätzte COVID-19-Auswirkungen siehe Tabelle auf Seite 20
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen sank um 16 % (-20 % währungsbereinigt) auf 0,79 € (Q4/21: 0,94 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,45 € (Q4/21: 0,90 €). Im GJ/22 Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen sank um 8 % (-13 % währungsbereinigt) auf 3,08 € (GJ/212: 3,35 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 2,44 € (GJ/21: 3,26 €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Überleitungstabellen auf den Seiten 22-25.
Investments
Ausgaben für Sachanlagen betrug 713 Mio. €, was 7 % des Umsatzes entspricht (Q4/21: 690 Mio. €; 7 % vom Umsatz). Diese Investitionen dienten vor allem der Modernisierung und Erweiterung von Dialysekliniken, Produktionsstätten sowie Krankenhäusern und Tageskliniken. Im GJ 22 wurden die Ausgaben für Sachanlagen betrug 1.886 Mio €, was 5 % des Umsatzes entspricht (FY/21: 2.032 Mio €; 5 % des Umsatzes).
Gesamt Akquisitionsausgaben belief sich auf 43 Mio € (Q4/21: 278 Mio €) im Wesentlichen auf Dialysekliniken von Fresenius Medical Care. Im GJ/22 insgesamt Akquisitionsausgaben betrug 1.579 Mio € (GJ/21: 1.085 Mio €).
Cashflow-Entwicklung
Der operative Cashflow des Konzerns stieg auf 1.824 Mio € (Q4/21: 1.749 Mio €) mit einer Marge von 17,1 % (Q4/21: 17,5 %). Die starke Entwicklung wurde durch bessere Geldeingänge und ein verbessertes Working Capital Management getrieben. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 1.219 Mio € (Q4/21: 1.075 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf 1.107 Mio € (Q4/21: 841 Mio €).
Im GJ/22, Gruppe Operativer Cashflow sank auf 4.198 Mio € (GJ/21: 5.078 Mio €) mit einer Marge von 10,3 % (GJ/21: 13,5 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen niedrigeren Jahresüberschuss und höhere Vorräte zurückzuführen. Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden sank auf 2.421 Mio € (GJ/21: 3.061 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden sank auf 701 Mio € (GJ/21: 1.193 Mio €).
Solide Bilanzstruktur
Gruppe Bilanzsumme stieg um 6 % (währungsbereinigt 4 %) auf 76.415 Mio € (31. Dezember 2021: 71.962 Mio €) aufgrund von Währungseffekten, Akquisitionen und dem Ausbau der Geschäftstätigkeit. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 5 % (währungsbereinigt 4 %) auf 18.279 Mio € (31. Dezember 2021: 17.461 Mio €), hauptsächlich getrieben durch den Anstieg der Vorräte und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 7 % (währungsbereinigt 4 %) auf 58.136 Mio € (31. Dezember 2021: 54.501 Mio €).
Total Eigenkapital stieg um 10 % (währungsbereinigt 7 %) auf 32.218 Mio € (31. Dezember 2021: 29.288 Mio €). Die Eigenkapitalquote lag bei 42,2 % (31. Dezember 2021: 40,7 %).
Gruppe Schuld stieg um 2 % (währungsbereinigt 1 %) auf 27.763 Mio € (31. Dezember 2021: 27.155 Mio €). Gruppe Nettoverschuldung stieg um 3 % (währungsbereinigt 1 %) auf 25.014 Mio € (31. Dezember 2021: 24.391 Mio €).
Zum 31. Dezember 2022 ist die Nettoverschuldung/EBITDA Verhältnis war 3,65x1,2 (31. Dezember 2021: 3,51x1,2), hauptsächlich getrieben durch einen geringeren EBITDA-Beitrag sowie Akquisitionsaufwendungen. Die Nettoverschuldung/EBITDA zum 31. Dezember 2022 ohne die abgeschlossene Akquisition von Ivenix und den abgeschlossenen Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience betrug 3,581,2.
Anzahl der Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte der Fresenius-Konzern weltweit 316.920 Mitarbeiter (30. September 2022: 319.691).
1 Zu LTM-Durchschnittswechselkursen sowohl für die Nettoverschuldung als auch für das EBITDA; Pro forma abgeschlossene Akquisitionen/Devestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Geschäftsbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzdaten gemäß Pressemitteilung von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit größte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. Dezember 2022 behandelte Fresenius Medical Care rund 345.000 Patienten in 4.116 Dialysekliniken. Neben seinem Kerngeschäft, dem Renal Care Continuum, konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in komplementären Bereichen und im Bereich der Intensivmedizin. ,
- Fresenius Medical Care setzt strategische Ausrichtung und beschleunigt Transformation
- Jahresergebnis im Rahmen der Erwartungen: Höhere Arbeitskosten und inflationäre Kostensteigerungen wirken sich weiterhin aus
- 2023 wird voraussichtlich ein Übergangsjahr zur Erholung des Gewinnwachstums im Jahr 2024 sein
Einnahme stieg um 8 % (währungsbereinigt 2 %) auf 4.997Mio € (4. Quartal 21: 4.647 Mio €). Das organische Wachstum betrug 2 %. Währungsumrechnungseffekte steigerten das Umsatzwachstum um 6%. Im GJ/22 Einnahme stieg um 10 % (währungsbereinigt 2 %) auf 19.398 Mio € (GJ/21: 17.619 Mio €). Das organische Wachstum betrug 2 %. Währungsumrechnungseffekte steigerten das Umsatzwachstum um 8%.
EBIT (EBIT) sank um 22 % (-28 % währungsbereinigt) auf 352 Mio € (Q4/21: 449 Mio €), was einer Marge von 7,0 % entspricht (Q4/21: 9,7 %). Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 1 % (-8 % währungsbereinigt) auf 495 Mio € (Q4/21: 492 Mio €), was zu einer Marge führte1 von 9,9 % (Q4/21: 10,6 %). Währungsbereinigt war der Rückgang hauptsächlich auf den Anstieg der Lieferketten- und Arbeitskosten in allen Regionen, die Auswirkungen der im Vorjahresquartal erhaltenen US-amerikanischen Provider-Relief-Mittel der US-Regierung (PRF) zur Kompensation bestimmter COVID-19-bezogener Kosten sowie höhere Rechtskosten zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich ungünstige Effekte aus der Neubewertung der Investitionen im Vorjahr sowie Einsparungen im Zusammenhang mit dem FME25-Programm aus.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com.
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Im GJ/22 EBIT (EBIT) sank um 18 % (-25 % währungsbereinigt) auf 1.512 Mio € (GJ/21: 1.852 Mio €), was einer Marge von 7,8 % entspricht (FY/21: 10,5 %). Währungsbereinigt wurde die Entwicklung durch PRF in Höhe von 246 Mio. € (GJ 2021: 63 Mio. €) unterstützt, um bestimmte COVID-19-bedingte Kosten zu kompensieren. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um 5 % (-13 % währungsbereinigt) auf 1.817 Mio € (GJ/21: 1.915 Mio €), was einer Marge von 9,4 % entspricht (FY/21: 10,9 %).
Nettoeinkommen2 sank um 39 % (-47 % währungsbereinigt) auf 139 Mio € (4. Quartal 21: 228 Mio €). Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen sank um 4 % (-14 % währungsbereinigt) auf 253 Mio € (Q4/21: 263 Mio €). Neben den oben genannten Effekten auf das Betriebsergebnis resultierte der währungsbereinigte Rückgang im Wesentlichen aus einem Anstieg des anteiligen Anteils der nicht steuerlich abzugsfähigen Aufwendungen am zu versteuernden Einkommen sowie steuerrechtlichen Änderungen.
Im GJ/22 Nettoeinkommen2 sank um 31 % (-37 % währungsbereinigt) auf 673 Mio € (FY/21: 969 Mio €). Nettoeinkommen2 vor Sondereinflüssen sank um 10 % (-17 % währungsbereinigt) auf 913 Mio € (GJ/21: 1.018 Mio €).
Operativer Cashflow betrug 600 Mio € (Q4/21: 669 Mio €) bei einer Marge von 12,0 % (Q4/21: 14,4 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen niedrigeren Jahresüberschuss zurückzuführen. Im GJ/22 Operativer Cashflow betrug 2.167 Mio € (GJ/21: 2.489 Mio €) bei einer Marge von 11,2 % (FY/21: 14,1 %).
Fresenius Medical Care erwartet für GJ/23 Umsatz3 um im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu wachsen. Im Jahr 2022 wurde das EBIT durch 277 Mio € PRF (in aktueller Währung) unterstützt. Für 2023 ist keine zusätzliche staatliche Unterstützung vorgesehen. Um eine vergleichbare Basis für den Ergebnisausblick 2023 zu schaffen, wird die Basis 20224 wird entsprechend angepasst. Auf dieser Basis soll das EBIT im Jahr 2023 unverändert bleiben oder bis zu einem hohen einstelligen Prozentbereich zurückgehen. Im Jahr 2025 strebt Fresenius Medical Care eine verbesserte operative Marge von 10 bis 14 % an. Umsatz und operatives Ergebnis, wie im Ausblick erwähnt, sind beide auf Basis konstanter Wechselkurse und ohne Sondereinflüsse.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Basis GJ/22: 19.398 Mio €
4 Basis GJ/22: 1.540 Mio €
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi bietet intravenös verabreichte Generika, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer- und chronisch kranke Patienten im Krankenhaus und ambulanten Umfeld. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter von Medizinprodukten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Biosimilar-Geschäft entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.
- Starkes organisches Umsatzwachstum
- Biopharmazeutika mit anhaltend dynamischem Wachstumskurs
- EBIT durch einen nicht zahlungswirksamen Einmalposten im Zusammenhang mit laufender Forschung und Entwicklung in Nordamerika belastet
Einnahme stieg um 12 % (währungsbereinigt 8 %) auf 2.036 Mio € (4. Quartal 21: 1.823 Mio €). Das organische Wachstum betrug 7 %. Im GJ/22 Einnahme stieg um 9 % (währungsbereinigt 4 %) auf 7.850 Mio € (FY/21: 7.193 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Positive Währungseffekte in Höhe von 4% in Q4/22 und 5% im GJ/22 standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem US-Dollar.
Umsatz in Nordamerika stieg um 14 % (organisch: 3 %) auf 669 Mio € (Q4/21: 589 Mio €). Das deutliche Umsatzwachstum wurde vor allem durch positive Währungseffekte und eine solide Entwicklung des regulären Geschäfts getrieben. Im GJ/22 stieg der Umsatz in Nordamerika stieg um 12 % (organisch: 0 %) auf 2.522 Mio € (GJ/21: 2.258 Mio €).
Umsatz in Europa stieg um 9 % (organisch: 6 %) auf 724 Mio € (Q4/21: 664 Mio €), getrieben durch eine breit abgestützte positive Entwicklung, insbesondere bei Biopharmazeutika. Im GJ/22 stieg der Umsatz in Europa stieg um 6 % (organisch: 5 %) auf 2.691 Mio € (GJ/21: 2.544 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Umsatz in Asien-Pazifik sank um 2 % (organisch: -2 %) auf 389 Mio € (Q4/21: 395 Mio €). Das organische Wachstum wurde durch COVID-Lockdowns und die damit verbundene geringere Patientennachfrage sowie den Preisdruck durch die NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Procurement) in China beeinträchtigt. Im GJ/22 stieg der Umsatz in Asien-Pazifik stieg um 4 % (organisch: -2 %) auf 1.714 Mio € (GJ/21: 1.643 Mio €).
Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg aufgrund einer positiven Geschäftsentwicklung in beiden Regionen um 45 % (organisch: 41 %) auf 254 Mio € (Q4/21: 175 Mio €). Darüber hinaus wurde die Umsatzentwicklung durch die Hyperinflation in Brasilien und Mexiko positiv beeinflusst. Im GJ/22 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 23 % (organisch: 18 %) auf 923 Mio € (FY/21: 748 Mio €).
Einnahmen in der Biopharmazeutika Das Geschäft betrug 72 Mio €. Im GJ/22 betrug der Umsatz im Biopharmazeutika-Geschäft 188 Mio € (GJ/21: 62 Mio €).
EBIT (EBIT)1 sank um 15 % (-19 %/-13 % währungsbereinigt) auf 236 Mio € (4. Quartal 21: 279 Mio €). Die EBIT-Entwicklung wurde durch nicht zahlungswirksame einmalige Abschreibungen beeinflusst, die hauptsächlich im Zusammenhang mit einem aktivierten laufenden F&E-Projekt in Nordamerika standen. Darüber hinaus wirkten sich anhaltende makroökonomische Gegenwinde wie inflationäre Kostensteigerungen, Personalmangel und unterbrochene Lieferketten auf die EBIT-Entwicklung aus. In China belasteten COVID-Lockdowns und die damit verbundene geringere Patientennachfrage sowie Preisrückgänge im Zusammenhang mit NVBP-Ausschreibungen die Profitabilität.
EBIT-Marge1 lag bei 11,6 % (Q4/21: 15,3 %). Ohne Berücksichtigung der Akquisitionen von Ivenix und der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience ergibt sich die währungsbereinigte EBIT-Marge1 lag bei 12,7%2 in Q4/22. Im GJ/22 EBIT (EBIT)1 sank um 6% (-14%/-10%)2 währungsbereinigt) auf 1.080 Mio € (GJ/21: 1.153 Mio €) bei EBIT-Marge1 von 13,8%/14,4%2 (FY/21: 16,0%).
Nettoeinkommen1,3 stieg um 16 % (währungsbereinigt 10 %) auf 206 Mio € (4. Quartal 21: 178 Mio €). Im GJ/22 Jahresüberschuss1,3 blieb stabil (währungsbereinigt um -7 %) bei 780 Mio € (FY/21: 778 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Operativer Cashflow sank auf 298 Mio € (Q4/21: 335 Mio €) mit einer Marge von 14,6 % (Q4/21: 18,4 %), was hauptsächlich auf einen niedrigeren Jahresüberschuss und höhere Vorräte zurückzuführen ist. Im GJ/22 sank der operative Cashflow auf 841 Mio € (GJ/21: 1.203 Mio €) mit einer Marge von 10,7 % (GJ/21: 16,7 %).
Fresenius Kabi erwartet für GJ/23 organischen Umsatz1 Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge2 wird voraussichtlich rund einen Prozentpunkt (PP) unter der strukturellen Margenspanne von 14 % bis 17 % liegen.
1 Basis GJ/22: 7.850 Mio €
2 Basis GJ/22: EBIT-Marge: 13,8%, vor Sondereffekten; GJ/23 vor Sondereinflüssen
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, rund 240 ambulante Zentren, 21 arbeitsmedizinische Zentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, rund 100 ambulante Zentren und rund 300 Zentren zur Prävention von Berufsrisiken. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Lateinamerika mit 8 Krankenhäusern und als Anbieter medizinischer Diagnostik aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum an hochmodernen Dienstleistungen im Bereich der Kinderwunschbehandlungen.
- Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum und gesunder EBIT-Entwicklung
- Helios Deutschland mit Rückkehr zu einer Prä-COVID-Patientenstruktur zum Jahresende
- Helios Spanien mit sehr starker und konstanter Patientennachfrage
- Helios Fertilität mit geringeren Volumina aufgrund verzögerter Behandlungen
Einnahme stieg um 5 % (währungsbereinigt 5 %) auf 3.031 Mio € (4. Quartal 21: 2.882 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen bei Helios Spanien und Helios Fertility trugen 1% zum Umsatzwachstum bei. Desinvestitionen reduzierten den Umsatz um 1%. Im GJ/22 stieg der Umsatz um 8 % (währungsbereinigt 7 %) auf 11.716 Mio € (GJ/21: 10.891 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 2% zum Umsatzwachstum bei. Desinvestitionen reduzierten den Umsatz um 1%.
Einnahmen von Helios Deutschland blieb unverändert (organisch: 0 %) auf 1.749 Mio € (Q4/21: 1.745 Mio €), hauptsächlich getrieben durch steigende Aufnahmen und die Rückkehr zu einer Prä-COVID-Patientenstruktur zum Jahresende. Im GJ/22 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 4 % (organisch: 4 %) auf 7.021 Mio € (GJ/21: 6.733 Mio €).
Einnahmen von Helios Spanien stieg um 12 % (währungsbereinigt 12 %) auf 1.214 Mio € (4. Quartal 21: 1.084 Mio €). Das organische Wachstum von 12% wurde durch eine sehr starke und konstante Patientennachfrage getrieben. Auch die Kliniken in Lateinamerika zeigten eine gute Leistung. Im GJ/22 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt 10 %) auf 4.441 Mio € (GJ/21: 4.021 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %.
Einnahmen der Helios Fruchtbarkeit betrug 66 Mio € (Q4/21: 51 Mio €). Im GJ/22 betrug der Umsatz von Helios Fertility 250 Mio. € (GJ/21: 133 Mio. €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
EBIT (EBIT)1 stieg um 4 % (währungsbereinigt 5 %) auf 354 Mio € (Q4/21: 339 Mio €) bei EBIT-Marge1 von 11,7 % (Q4/21: 11,8 %). Im GJ/22 EBIT1 stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.185 Mio € (FY/21: 1.127 Mio) bei EBIT-Marge1 von 10,1 % (FY/21: 10,3 %).
EBIT (EBIT)1 von Helios Deutschland stieg um 2 % auf 174 Mio € (Q4/21: 171 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,9 % (Q4/21: 9,8 %). Der Kostenanstieg durch den Einsatz von Fremdpersonal vor allem aufgrund grippebedingter Fehlzeiten belastete weiterhin die Profitabilität. Auch inflationäre Kosteneffekte wirkten sich negativ aus. Im GJ/22 EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 2 % auf 623 Mio € (GJ/21: 613 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 8,9 % (GJ/21: 9,1 %).
EBIT (EBIT)1 von Helios Spanien stieg aufgrund des starken Umsatzwachstums und trotz Kosteninflation um 6 % (währungsbereinigt 7 %) auf 172 Mio € (Q4/21: 162 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 14,2 % (Q4/21: 14,9 %). Im GJ/22 stieg das EBIT1 von Helios Spanien um 8 % (währungsbereinigt 8 %) auf 556 Mio € (FY/21: 514 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 12,5% (FY/21: 12,8%).
EBIT (EBIT)1 von Helios Fruchtbarkeit betrug 6 Mio. € (Q4/21: 5 Mio. €) bei EBIT-Marge1 von 9,1% (Q4/21: 9,8%). Geringere Volumina durch verzögerte Behandlungen aufgrund des makroökonomischen Umfelds. Im GJ/22 EBIT1 von Helios Fertility betrug 21 Mio. € (GJ/21: 19 Mio. €) bei einer EBIT-Marge1 von 8,4 % (FY/21: 14,3 %).
Nettoeinkommen1,2 stieg um 4 % (währungsbereinigt 4 %) auf 236 Mio € (4. Quartal 21: 227 Mio €). Im GJ/22 Jahresüberschuss1,2 stieg um 5 % (währungsbereinigt 5 %) auf 766 Mio € (GJ/21: 728 Mio €).
Operativer Cashflow stieg auf 956 Mio € (Q4/21: 609 Mio €) mit einer Marge von 31,5 % (Q4/21: 21,1 %), was vor allem auf ein verbessertes Forderungsmanagement zurückzuführen ist. Im GJ/22 stieg der operative Cashflow auf 1.367 Mio € (GJ/21: 1.204 Mio €) mit einer Marge von 11,7 % (GJ/21: 11,1 %)
Für das GJ/23 erwartet Fresenius Helios ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich innerhalb der strukturellen Margenbandbreite von 9% bis 11% liegen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis GJ/22: 11.716 Mio €
4 Basis GJ/22: EBIT-Marge: 10,1%, vor Sondereinflüssen, GJ/23 vor Sondereinflüssen
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed betreut Projekte und Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen weltweit und ist ein führender Anbieter von postakuter Versorgung in Zentraleuropa. Das Portfolio erstreckt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Projektentwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über Instandhaltung und technisches Management bis hin zur Gesamtbetriebsführung.
- Servicegeschäft mit solider Umsatzentwicklung, aber Einmaleffekte und makroökonomischer Gegenwind belasten die Profitabilität
- Schwache Umsatzentwicklung durch schwieriges wirtschaftliches Umfeld und negative Einmaleffekte belasten Ergebnis im Projektgeschäft
- Makroumfeld führt zu negativen Einmaleffekten: Wertminderungen aufgrund von Neubewertung und Neubewertung von Ansprüchen und Gerichtsverfahren sowie bestimmte Geschäftsanbahnungen, die nicht planmäßig eingetreten sind
Einnahme sank um 5 % (-5 % währungsbereinigt) auf 712 Mio € (4. Quartal 21: 748 Mio €). Das organische Wachstum betrug -5%. Im GJ/22 stieg der Umsatz um 3 % (währungsbereinigt 2 %) auf 2.359 Mio € (GJ/21: 2.297 Mio €). Das organische Wachstum betrug 2 %.
Einnahmen in der Dienstleistungsgeschäft stieg um 7 % (währungsbereinigt 7 %) auf 445 Mio € (Q4/21: 415 Mio €) aufgrund zunehmender Rehabilitationsbehandlungen bei geringeren Kapazitätsbeschränkungen. Einnahmen in der Projektgeschäft sank um 20 % (-20 % währungsbereinigt) auf 267 Mio € (Q4/21: 333 Mio €). Die schwache Umsatzentwicklung ist vor allem auf das anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. Im GJ/22 wurden die Einnahmen in der Dienstleistungsgeschäft stieg um 7 % (währungsbereinigt 6 %) auf 1.685 Mio € (GJ/21: 1.580 Mio €). Einnahmen in der Projektgeschäft sank um 6 % (-6 % währungsbereinigt) auf 674 Mio € (GJ/21: 717 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Den Aktionären der VAMED AG zurechenbares Ergebnis
Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse finden Sie in den Abstimmungstabellen auf den Seiten 22-25 im PDF.
EBIT (EBIT)1 sank um 114 % auf -9 Mio. € (Q4/21: 66 Mio. €) bei EBIT-Marge1 von -1,3% (Q4/21: 8,8%). Haupttreiber für die schwache Entwicklung ist das gesamtwirtschaftliche Umfeld, das zu einer geringer als erwarteten Umsatzentwicklung im Projektgeschäft und zu signifikanten negativen Einmaleffekten in Form von Wertminderungen aufgrund einer Neubewertung und Neubewertung von Forderungen und Gerichtsverfahren sowie bestimmter Geschäftsanbahnungen, die nicht wie geplant eingetreten sind, führte. Im GJ/22 EBIT1 sank um 80 % auf 20 Mio € (GJ/21: 101 Mio €) bei EBIT-Marge1 von 0,8 % (FY/21: 4,4 %).
Nettoeinkommen1,2 sank um 129 % auf -14 Mio € (Q4/21: 49 Mio €). Im GJ/22 Konzernergebnis1,2 sank um 99 % auf 1 Mio € (GJ/21: 67 Mio €).
Auftragseingang betrug 572 Mio € (Q4/21: 319 Mio €). Im GJ/22 betrug der Auftragseingang 1.241 Mio € (GJ/21: 1.290 Mio €). Zum 31. Dezember 2022 lag der Auftragsbestand bei 3.689 Mio. € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio. €).
Operativer Cashflow sank auf 12 Mio € (Q4/21: 128 Mio €) mit einer Marge von 1,7 % (Q4/21: 17,1 %), bedingt durch höhere Forderungen und bezahlte Verbindlichkeiten aus gehandelten Geschäftsbereichen. Im GJ/22 sank der operative Cashflow auf -44 Mio € (GJ/21: 151 Mio €) mit einer Marge von -1,9 % (GJ/21: 6,6 %).
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Fresenius Vamed ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich deutlich unter dem strukturellen Margenband von 4% bis 6% liegen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Den Aktionären der VAMED AG zurechenbares Ergebnis
3 Basis GJ/22: 2.359 Mio €
4 Basis GJ/22: EBIT-Marge: 0,8%, vor Sondereffekten; GJ/23 vor Sondereinflüssen

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