Frankfurt/Main (3.2.15)/PK – Rainer Matthes spricht nicht lange um den heißen Brei herum. Wegen des seit langem und vermutlich noch für längere Zeit sehr niedrigen Zins-Niveaus in der Euro-Zone wird, so Matthes, „die Altervorsorge an die Wand gefahren.“ Rainer Matthes muss es wissen. Er ist ist Chef-Investor der Privatbank B. Metzler in Frankfurt. Genaus so wie Rainer Matthes rätseln derzeit viele Anleger, was zu tun ist in Zeiten von Mager-Zinsen. Sebastian Napiralla kennt einen Ausweg. Sebastian Napiralla ist studierter Mathematiker und beim Bankhaus Metzler für die Produtkgruppe Absolute Return verantwortlich. Absolute Return klingt nach Geld-zurück-Garantie. Doch so einfach sind die Vorschläge nicht, die Sebastian Napiralla heute vor Journalisten vorstellte. Im Gegenteil:  sie sind hochkompliziert und eigentlich nur für hartgesottene Profis geeignet. Oder vielleicht doch auch für normale Privatanleger, die sich um ihre Altersvorsorge sorgen? 

In der Pressemitteilung der Bank heißt es dazu lapidar: Für immer mehr Anleger ist das Erreichen eines Ertragsziels bei geringstmöglichem Risiko jedenfalls entscheidend. Allerdings ist eine robuste Portfoliokonstruktion auch für institutionelle Investoren angesichts des schwierigen Kapitalmarktumfelds und oft sehr restriktiver Risikovorgaben eine große Herausforderung. Eine bewährte Strategie ist die systematische Diversifikation über unterschiedliche Anlageklassen; dadurch können Risiken reduziert und langfristig höhere Erträge erreicht werden. Je geringer die Korrelation der Anlageklassen zueinander, desto effektiver die Diversifikation. „Viele professionelle Anleger diversifizieren daher nicht mehr nur über klassische Anlageformen, sondern zunehmend auch über alternative Risikoprämien. Diese unterscheiden sich von klassischen Beta-Quellen sowohl im Hinblick auf Korrelationen als auch auf Drawdowns und stabilisieren dadurch das Rendite-Risiko-Profil des Portfolios“, so Sebastian Napiralla.

Allerdings unterliegen einige der sogenannten alternativen Asset-Klassen regulatorischen Beschränkungen oder entsprechen nicht den Ansprüchen an Liquidität und Transparenz. Beispielsweise kommen Rohstoffe, Immobilien, Private Equity, Edelmetalle oder Infrastrukturinvestments für viele Anleger nur bedingt in Frage. „Im Rahmen unserer Absolute-Return-Strategien kombinieren wir verschiedene unkorrelierte alternative Risikoprämien, die von institutionellen Investoren uneingeschränkt genutzt werden können, zum Beispiel Value, Carry, Volatilität und Momentum“, erläutert Napiralla.

Auch die genannten alternativen Risikoprämien stellen eine Entlohnung des Investors dar, ähnlich der für bewusst eingegangene unternehmerische Risiken. Im Unterschied zum klassischen Beta wird der Anleger hier aber nicht für das Bereitstellen von Eigen- oder Fremdkapital entlohnt, wie bei Investments in Aktien oder Anleihen. Die sogenannte Volatilitätsprämie beispielsweise erhält ein Investor für das Kompensieren starker Kapitalmarktbewegungen, ‚Currency Carry‘ versichert die Verletzungen einer Zinsparität, und ‚Momentum‘ profitiert von Trends, die sich aus Überreaktionen aufgrund von Marktineffizienzen ergeben. Alternative Risikoprämien sind also anderer Natur als klassische Risikoprämien. Um sie zu vereinnahmen reicht das statische Investieren in ein Wertpapier nicht aus, viel mehr bedarf es des Know-hows und der Möglichkeiten, Optionen und ähnliche Instrumente effizient zu handeln.

Mit dem Publikumsfonds Metzler Alpha Strategies* (Class A, ISIN: IE00B8KKJW05) ermöglicht Metzler Asset Management – basierend auf 15 Jahren Erfahrung und mit rund 10 Mrd. EUR Assets under Management in diesem Segment – auch Privatanlegern ein Investment in alternative Beta-Strategien, wie sie von institutionellen Investoren erfolgreich genutzt werden. Der Fonds setzt gleichzeitig verschiedene Strategien ein, die sich grundlegend unterscheiden. So spielen beispielsweise Trendfolgemodelle in Marktphasen mit ausgeprägten Trends ihre Stärken aus, während einige der Optionsstrategien gerade in Phasen seitwärts laufender Märkte gute Ergebnisse erzielen, wenn Trendfolgemodelle naturgemäß nicht gut funktionieren. Die jeweiligen Long- und Short-Positionen werden regelgebunden und systematisch hergeleitet, ein Markttiming spielt keine Rolle. Um das Portfolio gegen Illiquiditätsrisiken zu schützen, kommen nur börsengehandelte Terminkontrakte auf Aktien- und Rentenmärkte (Futures) zum Einsatz. Für die Umsetzung der Volatilitätsstrategien werden zudem Volatilitätsfutures sowie börsengehandelte Optionen genutzt, für die Währungsstrategien Devisentermingeschäfte.