Frankfurt/Main (11.5.15)PK – Nicht-Native-Speaker ohne First Cambridge Certifikate waren aufgeschmissen. Lädt das Center for Financial Studies zum Kongress „The ECB and Its Watchers“ ein, diskutieren very-high-Level Alpha-Tiere aus der Finanzwelt, was Dax, Euro und Griechenland im Inneren zusammehält. Und zwar in feinstem Englisch. Natürlich war auch EZB-Präsident Mario Draghi da. Freilich nur für kurze Zeit. Dafür aber zur besten Zeit. Gleich zum Auftakt des Kongresses im Festsaal der Goethe Uni auf dem Campus Westend wirbelte Draghi die Finanzmärkte durcheinander. Das vor zwei Tagen, am Montag, begonnene QE-Programm zeige erste Erfolge. Was sonst? Mario Draghi sah erste Hinweise auf eine mehr oder weniger breite Erholung im Euroraum. Die natürlich auch auf das QE-Programm zurückzuführen seien. Immerhin räumte Draghi ein, dass auch die gesunkenen Öl-Preise ihren Teil zur konjunkturellen Erholung beigetragen haben. Die Börse war so oder so begeistert und trieb den Dax auf bislang ungeahnte Höhen und die Renditen der Staatsanleihen noch weiter nach unten. Was die Bevölkerung der Mittelmeeranrainer Griechenland, Italien und Spanien von all‘ dem haben, ob sie überhaupt jemals vom Draghi-Kurs profitieren werden, steht weiterhin in den Sternen und spielte für die ECB-Watchers bestenfalls eine Nebenrolle. Griechenland kann einem Leid tun.


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