Frankfurt/Main (1.4.15) – Der FAZ-Kollege hatte es irgendwie geahnt und daher Hans-Dieter Brenner, den Helaba-Vorstands-Chef, auf der Bilanz-PK vor kurzem nach seinen persönlichen Plänen und denen als Vorstands-Chef der Helaba gefragt. Brenner antworte eher ausweichend und sprach davon, dass ihm der Job als Helaba-Chef weiterhin viel Freude bereite. Besonders überzeugend klang das nicht. Daher kommt die heutige Nachricht nicht allzu überraschend. Hans-Dieter Brenner räumt seinen Chef-Sessel Ende September. Dieser Schritt entspreche seiner persönlichen Lebensplanung, heißt es in der Pressemitteilung der Bank. An einen April-Scherz mag niemand denken. Wir veröffentlichen hier die Pressemitteilung in voller Länge.

Räumt den Chefsessel der Helaba Ende September: Hans-Dieter Brenner, noch amtierender Vorstands-Vorsitzender der Landesbank Hessen Thüringen Helaba - Foto: Helaba

Räumt den Chefsessel der Helaba Ende September: Hans-Dieter Brenner, noch amtierender Vorstands-Vorsitzender der Landesbank Hessen Thüringen Helaba – Foto: Helaba

Hans-Dieter Brenner wird zum 30. September 2015 seine Tätigkeit als Vorsitzender des Vorstandes der Landesbank Hessen-Thüringen beenden und in den Ruhestand treten. „In diesem Monat werde ich 63 Jahre alt. Nach 14 Jahren der Verantwortung im Vorstand – davon mehr als 6 Jahre als Vorstandsvorsitzender – entspricht dieser Schritt meiner persönlichen Lebensplanung“, erklärt Brenner.

Brenner kam 2001 zur Helaba und leitete zunächst die Bereiche Finanz- und Risikocontrolling, IT sowie Recht. 2006 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und 2008 zum Vorstandsvorsitzenden der Bank bestellt.

Brenner trat sein Amt als Vorsitzender des Vorstandes auf dem Höhepunkt der Finanzkrise an. Die Helaba gehört zu den wenigen Banken, die erfolgreich und aus eigener Kraft durch die Finanzkrise steuerte. Unter Brenners Führung weist die Helaba eine kontinuierlich positive Ertrags- und Geschäftsentwicklung auf. Der scheidende Vorstandsvorsitzende steht für den Ausbau des erfolgreichen strategischen Geschäftsmodells der Bank, insbesondere für die Integration der Sparkassenregion Nordrhein-Westfalen und die Weiterentwicklung zur führenden deutschen Verbundbank. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 erzielte die Bank trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase und deutlich gestiegener regulatorisch bedingter Bankstrukturkosten das bisher beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte.  Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr ist positiv. Die Bank erwartet wiederum ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit einem bemerkenswert guten Ergebnis.